Gesichter der DGHT
Christin Kern, Leiterin der Auffangstation für Landschildkröten
Stuttgart, DGHT-Mitglied seit 2013
Unsere Haltung der Griechischen Landschildkröte und der Spaltenschildkröte
Gesichter der DGHT
Christin Kern, Leiterin der Auffangstation für Landschildkröten
Stuttgart, DGHT-Mitglied seit 2013
von Bettina Thomas
Mit der Größe und Anzahl der Schildkröten musste nicht nur das Gehege, sondern auch die Bade-und Trinkstelle angepasst werden. Außerdem ist es mit dem Gehege wie mit dem Garten. Es es ist nie fertig und es gibt immer wieder neue Projekte die es umzusetzen gilt. Diesmal sollte es also eine neue Badestelle im Außengehege sein.
Auch dieses Jahr haben unsere griechische Landschildkröten die Hibernation sehr gut überstanden. Während es im letzten Jahr schon Anfang/Mitte März die ersten Tiere ins Freie zog, war es in diesem Jahr, bedingt durch eine längerer Kälteperiode im Februar/März, erst Anfang April so weit. Wie auch in den letzten Jahren war es unsere Susi, die als erste die Überwinterungsgrube verließ und sich unter der Wärmelampe gemütlich machte.
In der StädteRegion Aachen wird Reptilienschutz groß geschrieben. Bereits seit Mai 2014 existiert die offizielle Quarantäne- und Auffangstation für Landschildkröten der StädteRegion Aachen, verbunden mit einer Genehmigung gemäß § 11 Tierschutzgesetz. Die Station wird in der Tierheilpraxis Amine Fehr in Stolberg (Rhld.) geführt und verfügt neben den unerlässlichen Quarantäneein-richtungen auch über Freianlagen für medizinisch durchgecheckte, gesunde Landschildkröten, sowie über eine aus mehreren Abteilungen bestehende Herpesstation.
Unsere Griechische Landschildkröten haben sich nun endgültig alle in ihrer Überwinterungsgrube zur verdienten Starre mehr oder weniger eingegraben. Auch unsere „ältere“ Dame Susi hat mich heute nur noch mit ganz kleinen Äugelein angesehen. Susi ist in der Regel immer das erste Tier das wach wird und geht auch als letzte in die Starre. Heute, am 25.11.2017, hat es dann auch den ganzen Tag geschneit und so habe ich die Grube komplett mit Buchenlaub gefüllt und alle eine „gute Starre“ gewünscht. Wir sehen uns dann wieder Mitte/Ende März 2018 (je nach Witterung).
Da ich gerade zu dieser Jahreszeit öfters mal gefragt werde, welches Laub ich für unsere Überwinterungsgrube benutze, habe ich dies mal etwas zusammengefasst.
Es hat schon seiner Vorteile in einer ländlichen Gegend zu wohnen und dazu auch noch direkt an einem Mischwald.
Am 22.07.17 hatte ich nach drei Jahren wieder ein Schildkrötentreffen im Hunsrück. Und wie beim ersten Treffen war es wieder hoch interessant. Neben einigen neuen Gesichtern und neuen Haltern, waren auch wieder „alte Hasen“ zum Treffen gekommen. Am Ende waren es dann 35 „Schildkrötenbekloppte“ die den Hunsrück unsicher machten.
Nachdem wir im Jahr 2015 bereits eine Woche eine Exkursion mit Bernd Pitzer durchgeführt hatten und wir von dem Land, den Leuten, der Vegetation und natürlich den Schildkröten in ihrem Habitat so begeistert waren stand unser Entschluß fest. Da müssen wir unbedingt wieder hin. Anfang Mai war es dann soweit.
Wie vielen anderen Haltern geht es mir auch so: Die Tiere Fressen in ihrem Gehege, bis dann nichts mehr da ist. Und da unsere Lieblinge ja immer ans Naschen denken, haben die Futterpflanzen auch wenig Chancen nachzuwachsen. Also was bleibt vielen dann übrig? Futter suchen!
Nachdem ich mich, natürlich immer nach Rücksprache mit meiner lieben Frau Sonja, im Jahr 2014 entschlossen hatte ostafrikanische Spaltenschildkröten (Malacochersus tornieri) zu halten, hat sich mittlerweile doch einiges getan.
Unsere ersten beiden Tiere hatten wir aus dem schönen Saarland bekommen. Der Züchter hält Spaltenschildkröten schon seit einigen Jahren und konnte mir noch vieles erzählen und vor allem auch zeigen. Ich finde es für Anfänger immer sehr wichtig, dass der ausgesuchte Züchter noch viel erklären und auch selbst seine Haltung zeigen kann, statt den Verkauf einfach mal so „abzufertigen“.